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Station1

Station 1


Die Station 1 (20 Betten) ist eine geschlossene psychiatrische Akutstation. Hier werden akute psychiatrische Krankheiten, wie Psychosen, schwere Depressionen oder Manien behandelt. Sie bietet die Möglichkeit der Aufnahme von Patienten, welche nach §12 Abs. 1 des PsychKG LSA oder nach dem Betreuungsrecht untergebracht und behandelt werden müssen. Außerdem gibt es auf dieser Station die Möglichkeit zur Entgiftung von illegalen Drogen, wobei maximal 2 Patienten gleichzeitig entgiftet werden können.

 

Der lichtdurchflutete gläserne Verbindungsgang vom Haupteingang und Rezeptionsbereich der Klinik zu den Stationen 1 und 2 gehört zu den architektonischen "Highlights" unserer Klinik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansicht des "Neubaus" der Klinik vom Gartenbereich aus gesehen. In der unteren Etage des Gebäudes befindet sich die Station 1.

Station2

Station 2


PZH_St2_FlurAuf dieser Station werden affektive Erkrankungen, d.h. vorwiegend Patienten mit depressiven Erkrankungen behandelt. Die Behandlung umfaßt psychiatrisch – psychotherapeutische Interventionen mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt, einzeln und in der Gruppe, Pharmakotherapie, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Kommunikative Bewegungstherapie im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes.

 

Die Station verfügt über 20 Betten.

Station3

Station 3


PZHtreppeaufgangstation4Die Station 3 verfügt über 20 Betten. Hier werden vorwiegend Patienten mit endogenen Psychosen behandelt, die nicht mehr die besonderen geschützten Bedingungen einer geschlossenen psychiatrischen Station benötigen. Hier finden neben der psychopharmakologischen Behandlung auch psychoedukative Therapiemaßnahmen statt.

Auf dieser offenen allgemeinpsychiatrischen Station werden selbstverständlich auch andere psychische Erkrankungen behandelt.

Station4

Station 4

PZH_St2_BildDie Station 4 ist eine offene allgemeinpsychiatrische Station mit 20 Betten, auf welcher vorrangig Patienten mit Angsterkrankungen* behandelt werden, welche u.a. auf Grund der Schwere der Erkrankung noch nicht tagesklinisch oder ambulant behandelt werden können. Hier kommen neben psychopharmakologischen Behandlungsprinzipien auch verhaltenstherapeutische Strategien zur Anwendung.


* Angsterkrankungen

Angsterkrankungen gehören mit einer Prävalenz (Häufigkeit des Vorkommens in der Bevölkerung) von 5% bis 10% zu den ausgesprochen häufigen psychiatrischen Erkrankungen.

Kernsymptom sind dabei quälend erlebte Angstzustände und Unruhe, welche ohne bestimmten Auslöser (sogenannte Panikattacken, Panikstörung) oder in ganz bestimmten Situationen (sogenannte Agoraphobie) auftreten, welche dann vermieden werden (z.B. öffentliche Verkehrsmittel, Kaufhäuser, Alleinsein). Das (nahezu vollständige) Vermeiden angstauslösender Situationen kann dabei zu zunehmender sozialer Isolierung und Invalidität führen.

Am weitesten verbreitet sind dabei Ängste vor nur einem einzelnen Auslöser (z.B. Spritzen, Hunde, Spinnen etc.); diese sogenannte spezifischen Phobien bedürfen nur selten einer intensiven psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung.

Frauen erkranken im Durchschnitt doppelt so häufig an Angsterkrankungen.

Die Prognose der Angsterkrankungen ist bei rechtzeitiger Diagnosestellung und Einleitung einer adäquaten Therapie im Allgemeinen gut. Die rasche Stellung der Diagnose ist oft erschwert, da ein Teil der Patienten mit Angststörungen „nur" unspezifische körperliche Symptome verspürt, d.h. Verspannungen, Herzschmerzen, Luftnot, Zittern, Schwindel, Taubheitsgefühle usw. Für die Abklärung dieser Beschwerden durch den Hausarzt wird oft ein hoher zeitlicher und medizinischer Aufwand betrieben. Ein weiterer Grund für das erschwerte Stellen der richtigen Diagnose besteht sicher in der Angst, das Etikett „psychisch krank" zu erhalten.

Risikofaktoren, welche ein Chronifizieren der Angsterkrankung befördern, bestehen im späten Stellen der richtigen Diagnose, der Entwicklung von Suchterkrankungen sowie in der sekundären Entwicklung von Depressionen.

Die Behandlung von Angsterkrankungen erfolgt zum einen pharmakologisch und zum anderen psychotherapeutisch (ggf. in Kombination) und gehört in die Hände von Psychiatern oder Psychotherapeuten. Diese kann je nach Ausmaß und Schwere der Erkrankung vollstationär, tagesklinisch oder ambulant erfolgen.

Station5

Station 5


Auf dieser Station können 20 Patienten mit psychischen Erkrankungen im Alter behandelt werden (Gerontopsychiatrische Station). Der Schwerpunkt der Behandlung betrifft dabei demenzielle Erkrankungen und andere Krankheiten des psychiatrisch-neurologischen Übergangsbereiches.

 

PZH-St5_Kunst

 

S4-Behandlung

Langzeitbehandlung für chronisch mehrfach beeinträchtigte Alkoholabhängige

 

In der S4-Gruppe werden Patienten behandelt, deren chronische Alkoholabhängigkeit zu schweren bzw. fortgeschrittenen psychischen und physischen Mehrfachschädigungen geführt hat und bei denen anhaltende und behandlungsrelevante internistische, psychiatrische und neurologische Folgeerkrankungen zu verzeichnen sind. Weiterhin kann eine fortschreitende soziale Desintegration vorliegen.
Infolgedessen ist eine auf 10 Tage begrenzte Entgiftungsbehandlung bei diesen Patienten nicht ausreichend.


Die Indikation zur S4-Behandlung kann gegeben sein, wenn zu einer Alkoholabhängigkeit folgende Komplikationen hinzukommen:
• alkoholinduzierte kognitive Störungen, insbesondere amnestische Syndrome
• alkoholinduzierte psychotische Störungen
• alkoholinduzierte Persönlichkeitsänderungen
• schwere und multiple körperliche Folgen, wie etwa Stoffwechseldekompensation mit alkoholinduzierter hepatischer Enzephalopathie oder schwere alkoholinduzierte Polyneuropathie und deutliche Hepatopathie (z. B. Gerinnungsstörung)
• komorbide Psychose oder affektive Störung, hirnorganische Erkrankung oder schwere Persönlichkeitsstörung
• komorbide schwere körperliche Erkrankung.


Das Ziel der Therapie ist sowohl eine Stabilisierung des gesundheitlichen als auch sozialen Zustandes des Patienten und das Erlangen von Abstinenz.
Gruenflaeche_Blumen_DekoDie in der Regel achtwöchige Behandlung erfolgt im multiprofessionellen Team, bei enger Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten, Sozialarbeitern und dem Pflegepersonal.

 

Schwerpunkte der S4-Behandlung sind:

  • Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • Psychoedukation
  • Soziotherapie
  • Körperorientierte Therapie
  • Ergo- und Arbeitstherapie


Nachbehandlung
Im Anschluss an eine S4-Behandlung kann die Eingliederung in komplementäre Einrichtungen, wie eine Tagesstätte oder ein Übergangswohnheim, erfolgen.
Manchmal erlangt ein Patient sogar die Fähigkeit zu einer Alkoholentwöhnungsbehandlung (Reha) wieder. Die ambulante Nachbehandlung (Anbindung an das ambulante System der Suchtkrankenhilfe, haus- und fachärztliche Behandlung) wird organisiert.

 

Aufnahme

Aufnahme


PZH-EingangIn der Regel erfolgt die Aufnahme einer Behandlung in unserer Klinik nachdem ein Hausarzt, bzw. Nervenfacharzt die Notwendigkeit einer stationären oder tagesklinischen Behandlung festgestellt hat. In diesem Falle wird ein Aufnahmetermin vereinbart und ein entsprechender Einweisungsschein durch den niedergelassenen Arzt ausgestellt. Eine notfallmäßige Behandlung findet dann statt, wenn der kassenärztliche Notdienst oder der dem Rettungsdienst zugehörige Notarzt eine dringende Behandlungsnotwendigkeit feststellt.

Die Kosten einer indizierten Krankenhausbehandlung trägt die entsprechende Krankenkasse oder der zuständige Sozialversicherungsträger. Die Zuzahlung zur Krankenhausbehandlung entspricht den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

Sozialarbeit

Klinische Sozialarbeit


Die Sozialarbeiterinnen in unserem Krankenhaus leisten fachliche Hilfen für Patienten, die soziale, familiäre, berufliche oder finanzielle Probleme haben und diese im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung oder ihrer Behinderung und deren Auswirkungen auf ihr Leben und das ihrer Bezugsperson stehen. Dabei greifen unsere Sozialarbeiterinnen diese Themen auf und tragen zur Klärung, Minderung oder Lösung durch ihre Arbeit nach den Prinzipien der Selbsthilfe und Ressourcenorientierung bei.

 

Aufgabengebiete:

  • Einzelfallhilfe

Versorgung bei Pflegebedürftigkeit

Weitervermittlung an Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Nachsorgeeinrichtungen

Hilfe in sozialen Notlagen, z.B. bei Arbeitsplatzverlust, Wohnungslosigkeit, finanz. Schwierigkeiten usw.

Beratung zu Krankengeld, Pflegeversicherung, Sozialhilfe, Schwerbehindertenausweis, Rente usw.

Information und Hilfe bezüglich gesetzlicher Ansprüche („Hilfe im Dschungel der Paragraphen")

Anregung zur Einrichtung einer Betreuung

Unterstützung bei seelischen Belastungen, Krankheitsverarbeitung, persönlichen & familiären Konflikten

Angehörigengespräche

Einleitung von medizinischen Rehabilitatiosmaßnahmen: Anschlussheilbehandlungen, Kuren

Beratung zur Wiedereingliederung ins Erwerbsleben

Beratung zu Leistungen des Arbeitsamtes, Rentenversicherungsträgers

Abklärung des Versicherungsschutzes

Erarbeitung von Zukunftsperspektiven

 

  • Öffentlichkeitsarbeit

Teilnahme an den Arbeitskreisen der PSAG Stadt Halle

Teilnahme am Psychoseseminar

Teilnahme am "round table" Gerontopsychiatrie Sachsen - Anhalt

  • Gruppenarbeit

Informationsgruppe Sucht

Motivationsfördernde Gruppe Sucht

„Erinnerungskiste" für gerontopsychiatrische Patienten

 

Mitarbeiter des Sozialen Dienstes


Zu unserem Team gehören 4 Dipl. Sozialarbeiterinnen / -pädagoginnen, die stationsspezifisch arbeiten.

 

Frau Heinrich, Leiterin des Sozialen Dienstes
0345/ 69 22 157
Tagesklinik, Zimmer: 121

 

Frau Komm, Stellvertretende Leiterin des Sozialen Dienstes
Tel.: 0345/ 69 22 115
Station IV, Zimmer: E 29

 

Frau Meyer
Tel.: 0345/ 69 22 110
Psychiatrische Institutsambulanz, Station II & III, Zimmer: E 24

 

Frau Schulschefski   
Tel.: 0345/ 69 22 151  
Station I & V / Zimmer: E 27